Schreibschrift lernen oder lieber nur DRUCKSCHRIFT….

Es gibt inzwischen viele Begründungen für das Erlernen der DRUCKSCHRIFT und das nichtmehr Erlernen der Schreibschrift. Schließlich lesen wir ja überall nur DRUCKSCHRIFT und mit dem Computer schreiben wir auch nur DRUCKSCHRIFT. Es gibt noch viele andere Begründungen für das nur Erlernen der DRUCKSCHRIFT.

Aber mir geht es auch darum zu hinterfragen ob das nicht auch ein Verlust ist für das einzelne Kind und weiterhin für unsere Kultur.



Als ich Schulkind war, gab es diese Fragen nicht. In der Schule lernt man Lesen und Schreiben und zwar erst einmal die Schreibschrift. Das wurde jeder einzelne Buchstabe im Schönschreibheft geübt bis er gut „gemalt“ war. Erst dann konnte man den nächsten Buchstaben in Angriff nehmen. Später wurden die Buchstaben zu Wörtern zusammengefügt. Es entstanden die ersten Sätze und kleinen Geschichten. Und das Ganze wurde im „Schönschreibheft geübt“. Meine Lehrerin hatte 33 Kinder in der Klasse und hat sich sehr bemüht um jedes Einzelne, dass es die Buchstaben besonders schön schreiben lernt.

Heute ist ja alles viel moderner. Zunächst lernen Kinder Lesen durch Schreiben. Dann werden ganz schnell Druckbuchstaben aus einer Anlauttabelle abgeschrieben und zu Wörtern zusammen gefügt. Das ist toll, denn die Kinder wollen ja selbst schreiben und lesen lernen. Aber warum sollten diese Kinder nicht auch die Schreibschrift lernen. Denn ein Wort welches in Schreibschrift geschrieben steht ist schon viel klarer zusammengeschrieben, als ein Wort in DRUCKSCHRIFT. So wird der Text viel überschaubarer.

Die Bewegung der Hand bei der Schreibschrift ist viel flüssiger, denn der Stift muss nicht nach jedem Buchstaben absetzen. Laut der Hirnforschung wissen wir auch, dass der entsprechende Denkprozess auch flüssiger und klarer wird. Das Absetzen der Hand bei der DRUCKSCHRIFT bewirkt auch im Kopf ein ständiges absetzen.



Zitat: „Die Bewegung beim Schreiben ist keine isolierte Bewegung der Finger und der Hand. Ähnlich wie beim Spielen eines Musikinstruments ist der ganze Körper an dieser Aktivität beteiligt. Das lässt sich gut beobachten, wenn Kinder mit lautieren, das heißt, wenn sie beim Schreiben mitsprechen. Der Mund formt die Buchstaben parallel zur Hand, und oft lässt sich an den Lippen ablesen, ob beispielsweise gerade ein o, ein u oder ein m geschrieben wird. Nun ist das Sprechen eine fließende Bewegung; die Laute gehen ineinander über. Und dazu passt eine fließende Bewegung der Hand und das organische Verschmelzen der Buchstaben.“ Maria-Anna Schulze Brüning und Staphan Clauss „Wer nicht schreibt, bleibt dumm/ Warum unsere Kinder ohne Handschrift das Denken verlernen“

1 Ansicht

Erreichbarkeit:

Mo. bis Fr.: 8 - 18 Uhr

Tel. 015153327327

jens-bitterlich@posteo.de

baerbel.bitterlich@posteo.de

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now