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Jenaplan to go- Konzept aktuell- in kleinen Happen leicht verständlich

Teil 1 Jenaplan- zeitgemäße Pädagogik oder Nostalgie aus der schulischen Mottenkiste?

Ein Blick in die Geschichte scheint sofort die Antwort parat zu haben. Das Jenaplankonzept als moderner Ausgangspunkt für eine gute Schule betraf meinen Großvater, passte vom Alter her in seine zeit, geboren 1905, sollte er Ostern 1911 eingeschult worden sein. Aus dieser Sicht könnten wir den Beitrag jetzt abbrechen und es bei den wenigen Zeilen belassen. Also doch Mottenkiste, vielleicht auch weil der Verfasser ein Opa jetzt selber ist.

Von meinen Enkeln betrachtet war Jenaplan auf die Generation ihres Ur- Urgroßvaters einst zugeschnitten. Und das muss ich zugeben, klingt nicht nur nach verstaubter Mottenkiste sondern echt gruselig.



Dennoch soll dieser Jenaplan seine Chance bekommen, in Anlehnung eines in der Gründungsstadt viel gesungenen Studentenliedes: „ Bin ja selber dort gewesen- 19 Jahre wohl belesen….“

Auch weil wir inzwischen lernen durften, dass alt nicht automatisch schlecht, unbrauchbar und entbehrlich bedeuten muss.

Es sei auch noch zu erwähnen, dass der Gründer Peter Petersen seinen Leuten die Worte

erneuern und aktualisieren sehr energisch mit auf ihren pädagogischen Weg gab.

Was für Großvater Ernst damals gut war, sollte an der nächstfolgenden Generation geprüft, entwickelt und wo nötig verändert werden. Das galt für die Enkel und gilt selbstverständlich auch für die heutigen Schulmenschen, also für Opa Ernsts Ur-Urenkel.

Nachdenken und Nachbessern was die heutige Pädagogik betrifft sind auf Grund einer wenig vorhersehbaren Aktualität plötzlich ganz energisch ins öffentliche Bewusstsein gelangt.

Viele Fragen stehen zur Diskussion und viele glauben DIE MASCHINENGESTEUERTE ANTWORT parat zu haben.

Überprüfen wir also an den Erfordernissen der Realität, ob die Anschauungen und Schlussfolgerungen des Jenaplans als Inspirationsquelle für eine menschengemäße Schule die im Heute steht, taugt.

Kinder sollen selbständig denken können, eigene Lösungsansätze verfolgen und danach handeln. Sie sollen Verantwortung erkennen und Verantwortung übernehmen.

Sie handeln aus sich heraus, aus einer gewachsenen inneren Überzeugung und nicht nur weil ein äußerer Anlass wie zum Beispiel die Zerstörung der Umwelt dazu zwingt. Für sie geht es darum die Erde als geliehenes Gut an die nächstfolgende Generation weitgehend unversehrt, vielleicht sogar etwas besser weiterzugeben- schönen Gruß an die deutsche Aufklärung, die ja nun auch einige Jahrhunderte her und sehr aktuell ist.

Das heißt nach den Gedanken des Jenaplankonzeptes wird alles dafür getan, dass die jungen Leute lernen ein Problem energisch anzupacken, die ihr Wissen mit dem Wissen von Mitmenschen vernetzen wollen und in einer Gruppe um des Ergebnisses willen zusammenarbeiten können. Sie beweisen auch bei Rückschlägen Durchhaltevermögen und die Qualität ihrer Ergebnisse sind ihnen sehr wichtig.

Nagen an diesen Vorstellungen von Pädagogik wirklich schon die Motten, vor allem wenn wir die Welt wie und mit wem an der Spitze sie sich gerade zeigt?

Oder könnte das eine Alternative zur überall sich verbreitenden Einstellung: „Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht!“ sein?

Was fehlte uns allen in den letzten Wochen am meisten: der Computer für den virtuellen Aufgabenaustausch, die Reisemöglichkeiten oder der Mitmensch und seine Kulturgüter?

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Erreichbarkeit:

Mo. bis Fr.: 8 - 18 Uhr

Tel. 015153327327

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